#Trump #erwartet #Ende #der #Angriffe #Iran #wenigen #Wochen
Zu Beginn des Iran-Kriegs peilte die US-Regierung dafür eine Dauer von vier bis sechs Wochen an. Nun äussert sich Trump dazu erneut. Und sorgt auch mit Aussagen zur Strasse von Hormuz für Aufsehen.

Der Iran-Krieg wird laut Trump «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» dauern.
Aaron Schwartz / Pool / EPA
(dpa) US-Präsident Donald Trump rechnet mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf Iran in zwei bis drei Wochen. Für eine Öffnung der für den Transport von Öl und Gas wichtigen Strasse von Hormuz sieht er hingegen andere Länder in der Verantwortung. Die USA hätten mit der Sicherung der von Iran blockierten Meerenge – ausgelöst durch den amerikanisch-israelischen Krieg – «nichts zu tun», sagte Trump im Weissen Haus.
Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er am Dienstagabend (Ortszeit). Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsste es laut Trump keinen Deal mit Iran geben. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber in Teheran keine Atomwaffen bauen könnten, sagte er. «Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt sind und sie nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir gehen», führte er aus.
Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.
Es blieb zunächst unklar, ob sich auch Israel an den von Trump genannten Zeitplan zur weiteren Kriegsdauer halten würde. Trump selbst hatte in der Vergangenheit bereits häufiger Zeitangaben gemacht, die er später änderte.
Weisses Haus kündigt Rede an die Nation zum Iran-Krieg an
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt kündigte nach den Äusserungen des Präsidenten auf der Plattform X an, dieser werde am Mittwoch um 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein «wichtiges Update» zu Iran geben.
TUNE IN: Tomorrow night at 9PM ET, President Trump will give an Address to the Nation to provide an important update on Iran.
— Karoline Leavitt (@PressSec) March 31, 2026
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormuz zu bekommen. Frankreich oder andere Länder würden in der Lage sein, «für sich selbst zu sorgen», sagte Trump. «Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»
Iran soll laut Trump keine Atomwaffen haben dürfen
Weiter sagte Trump, dass ein «Regime Change» in Iran keines seiner Ziele gewesen sei. Zugleich behauptete er, dass ein solcher Austausch der iranischen Führung bereits erreicht worden sei. Tatsächlich wurden wichtige Positionen nach der Tötung von Amtsinhabern neu besetzt, eine inhaltliche Neuausrichtung der Führung der Islamischen Republik ist aber bislang nicht zu erkennen. Trump betonte, ein Ziel gehabt zu haben: Dass Iran keine Atomwaffen haben dürfe.
In einem Telefoninterview mit dem Sender CBS News bezog er zuvor nicht konkret Stellung dazu, ob es möglich wäre, einen Sieg zu verkünden, ohne Irans hochangereicherte Uran zu bergen. Die Vorräte sollen sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden. «Ich denke nicht einmal darüber nach», zitiert ihn der Sender. Er wisse nur, «dass das so tief vergraben ist, dass es für jeden sehr schwer sein wird». Es sei ziemlich sicher. «Aber, wissen Sie, wir werden eine Entscheidung treffen», sagte Trump.
US-Aussenminister Marco Rubio sagte dem Sender Fox News am Dienstagabend (Ortszeit), Iran solle das hochangereicherte Uran abgeben, weigere sich aber nach wie vor, das zu tun. Dafür könne es nur einen Grund geben: Dass das Land es eines Tages für den Bau einer Atomwaffe verwenden wolle.