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Dubai, Abu Dhabi, Doha: Einige der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt sind wegen der Angriffe in Nahost geschlossen. Die Folgen sind weltweit zu spüren, für Passagiere wie für den Frachtverkehr.

Gestrandete Passagiere in Kathmandu: Nachdem alle Flüge in den Nahen Osten gestrichen wurden, sassen viele Fluggäste in der Hauptstadt Nepals fest.
Navesh Chitrakar / REUTERS
(puz./Reuters) Wichtige Flughäfen im Nahen Osten, darunter Dubai sind am Samstag geschlossen worden, nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe auf Iran und iranische Vergeltungssschläge die Region eine der schwersten Störungen des globalen Flugverkehrs seit Jahren ausgelöst haben. Der internationale Flughafen von Dubai – der verkehrsreichste internationale Flughafen der Welt, an dem täglich mehr als 1 000 Flüge abfertigt werden – wurde bei einem nächtlichen iranischen Vergeltungsangriff auf Ziele in den arabischen Golfstaaten beschädigt.
Auch die internationalen Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait wurden getroffen. Wichtige regionale Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi wurden geschlossen. Länder im gesamten Nahen Osten sperrten nach den Angriffen und den iranischen Vergeltungsschlägen ihren Luftraum. Flugkarten zeigten den Himmel über Iran, dem Irak, Kuwait, Israel und Bahrain nahezu leer. Fluggesellschaften in ganz Europa und dem Nahen Osten kündigten umfangreiche Flugstreichungen an.
Dubai und das benachbarte Doha sind geschäftige Drehkreuze des Ost-West-Flugverkehrs und bündeln den Langstreckenverkehr zwischen Europa und Asien über ein engmaschiges Netz von Anschlussflügen. Jede längere Schliessung der Flughäfen hat weitreichende Folgen über die Region hinaus und zwingt Fluggesellschaften weltweit zu Umleitungen oder Flugstreichungen.
Frachtverkehr ebenfalls beeinträchtigt
«Die Dimensionen dieser Drehkreuze sind heutzutage einfach enorm. Hunderttausende Menschen werden in den falschen Teilen der Welt festsitzen, ohne Gewissheit, wann sie weiterreisen können», sagte der britische Luftfahrtanalyst John Strickland. Strickland wies darauf hin, dass grosse Fluggesellschaften aus der Golfregion wie Emirates und Qatar Airways auch zu den weltweit grössten Frachtfluggesellschaften gehören.
Die Flughäfen Dubai haben alle Flüge am Dubai International Airport und am Al Maktoum International Airport ausgesetzt und Passagiere dringend gebeten, nicht zu reisen. Der Luftraum könnte für längere Zeit gesperrt bleiben.
Die USA und Israel starteten am Samstag ihren bisher grössten Angriff auf Iran seit Jahrzehnten. Dabei wurde der iranische Oberste Führer, Ayatollah Ali Khamenei, getötet. Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen, wodurch das Risiko eines umfassenderen Konflikts im Nahen Osten deutlich stieg.
Luftraum könnte für Tage gesperrt sein
«Passagiere und Fluggesellschaften müssen damit rechnen, dass der Luftraum für längere Zeit gesperrt bleibt», sagte Eric Schouten, Leiter des Beratungsunternehmens für Luftfahrtsicherheit Dyami. Laut vorläufigen Daten von Cirium strichen Fluggesellschaften am Samstag nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran etwa die Hälfte ihrer Flüge nach Katar und Israel sowie rund 28 Prozent ihrer Flüge nach Kuwait. Insgesamt wurden etwa 24 Prozent der Flüge in den Nahen Osten gestrichen.
Die Region hat für die globale Luftfahrt an Bedeutung gewonnen, seit der Krieg zwischen Russland und der Ukraine Fluggesellschaften zwang, den Luftraum beider Länder zu meiden. Konfliktzonen erhöhen die Einsatzrisiken, schüren die Angst vor versehentlichen Abschüssen und verlängern die Flugrouten, was die Treibstoffkosten erhöht. Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA empfahl ihren Fluggesellschaften am Samstag, den vom laufenden Militäreinsatz betroffenen Luftraum zu meiden.

