#Dutzende #Tote #bei #Silvesterfeier
In der Bar «Le Constellation» ist es an Silvester zu einem grossen Brand gekommen. Mindestens 40 Menschen kamen ums Leben, 119 wurden grösstenteils schwer verletzt, so die Polizei.
Das Wichtigste in Kürze
- In Crans-Montana im Wallis ist es in der Silvesternacht in einer Bar zu einem grossen Brand gekommen. Die Ursache ist weiterhin nicht klar.
- Die Polizei spricht von mindestens 40 Todesopfern. Weitere 115 Menschen sollen grösstenteils schwer verletzt worden sein. Die Identifizierung der Opfer werde Zeit in Anspruch nehmen.
- Der Walliser Staatsrat hat die «besondere Lage» verhängt. Bundespräsident Guy Parmelin sprach von «einer der schlimmsten Tragödien in unserem Land». Um 15 Uhr am Freitag wollen die Walliser Behörden an einer Medienkonferenz erneut informieren.
- Für Familien und Angehörige wurde eine Helpline eingerichtet: 0848 112 117.
Live-Ticker
15.41 Uhr: «Wir dürfen uns hier keine Fehler erlauben»
Pierre-Antoine Lengen hat jetzt das Wort, er ist Chef der Walliser Kriminalpolizei. Lengen erklärt, wie die Identifikation der Opfer abläuft: Man nutze, wenn möglich, DNA-Proben und Erkennungszeichen wie Schmuck oder Tattoos. Mit diesen Informationen werde ein Personendossier erstellt, das wiederum mit den Opfern abgeglichen werde. Er sei sich bewusst, dass das Warten für die Familien schlimm sei, sagt Lengen. «Aber wir dürfen uns hier keine Fehler erlauben.» Sein Team arbeite «Tag und Nacht».
15.34 Uhr: Staatsanwaltschaft vermutet «eine Art Wunderkerzen» als Auslöser für den Brand, Wirtepaar befragt


Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen die Wunderkerzen, die möglicherweise für den Brand in der Bar «Le Constellation» verantwortlich sind.
Beatrice Pilloud, die Walliser Generalstaatsanwältin, stellt nun die ersten Ermittlungsergebnisse vor. «Wir tun alles, um die Ursache für den Brand in Erfahrung zu bringen», versichert sie eingangs. «Wir verfolgen jede Spur, keine Hypothese wird ausgeschlossen.» Derzeit gehe man davon aus, dass das Feuer durch «eine Art Wunderkerze» ausgelöst worden sei. «Die Wunderkerze war wohl an eine Champagnerflasche befestigt, und die wurde zu nah an die Decke gehalten. Dann ist das Feuer ausgebrochen.»
Pilloud sagt, dass verschiedene Videos ausgewertet worden seien. Auch habe man Personen befragt, unter ihnen das Ehepaar, das die Bar, das «Le Constellation» betreibt. Man werden abklären, ob eine strafrechtliche Untersuchung nötig sei, sagt Pilloud. Sie nennt die möglichen Straftatbestände, unter anderem die «fahrlässige Tötung».
15.44 Uhr: 113 von 119 verletzte Personen identifiziert
Frédéric Gisler, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis sagt, insgesamt seien 119 Personen bei dem Brand verletzt worden, 113 davon seien identifiziert worden. Die Familien seien informiert. Zu den Nationalitäten der Verletzten gibt es laut Gisler folgende Erkenntnisse: 71 der Verletzten seien demnach Schweizer Staatsbürger. Unter den Opfern seien ausserdem 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben, ein Bosnier, ein Belgier, ein Pole, ein Luxemburger und ein Portugiese. Bei den rund 40 Personen laufe die Identifikation noch, so Gisler.
15.21 Uhr: Nach wie vor ist von 40 Todesopfern die Rede
Mathias Reynard, der Staatsratspräsident, wiederholt, was gestern passiert ist. Er spricht dann von «mehr als 40 Todesopfern», wobei viele nach wie vor um ihr Leben kämpfen würden. Die Opferzahl dürfte vorderhand also nicht nach oben korrigiert werden. Wie Reynard sagt, wird es am 9. Januar einen Trauergottesdienst in Crans-Montana geben, ausserdem werde ab morgen ein Kondolenzbuch aufgeschaltet. Zu Beginn dieser Medienkonferenz blicken die Behörden also nach vorne. Ein bisschen Optimismus.
15.16 Uhr: Medienkonferenz startet
Gestern veranstalteten die Behörden zwei Medienkonferenzen zum Brand in Crans-Montana, nun hat die dritte begonnen – mit 15 Minuten Verspätung. Zu den Journalistinnen und Journalisten sprechen in den nächsten Minuten:
- Beatrice Pilloud, Walliser Generalstaatsanwältin
- Mathias Reynard, Staatsratspräsident
- Stéphane Ganzer, Walliser Staatsrat
- Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei
- Pierre-Antoine Lengen, Chef der Walliser Kriminalpolizei
- Fredy-Michel Roten, Direktor der Walliser Rettungsorganisation
- Eric Bonvin, Direktor des Spitals Wallis
15.10 Uhr: Medienkonferenz verzögert sich
Eigentlich hätte die Pressekonferenz um 15 Uhr in Sitten starten sollen, und es scheint auch alles bereit dafür: die Medienschaffenden warten, auf dem grossen Bildschirm leuchtet der Schriftzug «CONFÉRENCE DE PRESSE». Doch die sieben Stühle für die Rednerinnen und Redner sind noch leer.
14.25 Uhr: Nächste Pressekonferenz um 15 Uhr
Laut der Kantonspolizei Wallis findet um 15 Uhr in Sitten eine dritte Pressekonferenz zur Tragödie in der Bar «Le Constellation» statt.
14.22 Uhr: Schwerverletzte auch in Stuttgart und Tübingen
Drei der Brandopfer aus Crans-Montana werden im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg behandelt. Ein Opfer kam in eine Stuttgarter Fachklinik, zwei Personen wurden in Tübingen untergebracht. «Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird», sagte eine Kliniksprecherin.
Das Marienhospital ist seit 1983 ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in Baden-Württemberg. Auch die BG Klinik Tübingen ist an der Versorgung der Verletzten beteiligt. «Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwer verletzte Personen wurden zur Behandlung in unserer Klinik aufgenommen», sagte eine Sprecherin. Weitere Auskünfte wurden von beiden Kliniken aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.
13.58 Uhr: Spital Lausanne meldet, 22 Patienten seien identifiziert
Die 22 schwer verletzten Opfer, die im Spital Lausanne behandelt werden, seien identifiziert worden. Das sagt die Spitaldirektorin Claire Charmet gegenüber RTS. Alle Patientinnen und Patienten befänden sich in einer sehr ernsten Lage. Nun werde geprüft, ob einige von ihnen in andere Spitäler verlegt werden könnten. Die grösste Herausforderung werde die Langzeitpflege, so Charmet. Brandverletzungen benötigen eine lange und intensive Behandlung.

Ein Dorf in Trauer: Am Freitag legen zahlreiche Menschen Blumen vor dem Lokale «Le Constellation» nieder.
Jean-Christophe Bott / Keystone
13.48 Uhr: Im Universitätsspital Zürich werden 13 schwer verletzte Opfer behandelt
Der Zürcher Regierungsrat hat am Freitag seine Solidarität mit den Angehörigen der Opfer von Crans-Montana ausgesprochen. Am Universitätsspital Zürich würden aktuell 13 schwer verletzte Patientinnen und Patienten behandelt, schreibt er in einer Mitteilung. Im Kinderspital Zürich würden zudem vier schwer verletzte Kinder behandelt. Wie alt diese sind, ist nicht bekannt. Beide Spitäler sind auf die Behandlung von schweren Brandverletzungen spezialisiert.
13.29 Uhr: Der italienische Aussenminister lobt die Zusammenarbeit mit der Schweiz
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani hat am Freitagmittag vor der Bar «Le Constellation» der Opfer der Brand-Katastrophe gedacht und Blumen niedergelegt. Bei seinem Besuch in Crans-Montana lobte Tajani die Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden. Er habe in den vergangenen Stunden mehrfach mit dem Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis telefoniert. Tajani sagte, die italienischen Behörden hätten für die Angehörigen der vermissten Italienerinnen und Italiener eine eigene Hotline eingerichtet.

Der italienische Aussenminister Antonio Tajani gedenkt, umringt von nationalen und internationalen Journalisten, vor der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana der Opfer.
Stephanie Lecocq / Reuters
13.18 Uhr: Mehrere Länder bieten der Schweiz medizinische Hilfe an
Kroatien hat der Schweiz angeboten, zehn der Patienten aufnehmen zu können. Das schrieb der kroatische Katastrophenschutz auf X. Auch der polnische Ministerpräsident teilte via X mit, Polen könne 14 Patientinnen und Patienten aufnehmen.
12.51 Uhr: Der italienische Aussenminister Tajani im Wallis eingetroffen
Wie am Donnerstag angekündigt ist der italienische Aussenminister Antonio Tajani ins Wallis gereist, um sich in Crans-Montana ein Bild von der Tragödie zu machen. Unter den Opfern des Brandes befinden sich laut bisherigen Erkenntnissen viele Italienerinnen und Italiener. Einige von ihnen wurden hospitalisiert, andere werden vermisst.
12.02 Uhr: 80 bis 100 Verletzte befinden sich in kritischem Zustand
Am Freitagmorgen befanden sich 80 bis 100 Verletzte weiterhin in kritischem Zustand, wie der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer dem französischen Radiosender RTL sagte. Personen, die an mehr als 15 Prozent ihres Körpers Verbrennungen dritten Grades erlitten hätten, seien in besonderer Gefahr. Ganzer sagte, derzeit gehe man von etwa 40 Todesopfern aus.
11.32 Uhr: Angehörige suchen auf Instagram nach den Opfern
In den sozialen Netzwerken bilden sich Gruppen und Kanäle, in denen die Angehörigen nach mutmasslichen Opfern suchen. Auf Instagram hat jemand ein Profil erstellt, wo Vermisstmeldungen oder andere Hinweise gepostet werden. So zum Beispiel: «Wir haben seit dem Vorfall in Crans-Montana nichts mehr von unserem Freund Ephraim Mbemba gehört. Falls jemand etwas hört, meldet euch bitte.»
11.13 Uhr: Italienischer Nachwuchssportler unter den Todesopfern
Ein 16-jähriger Italiener ist als erstes Todesopfer aus Italien identifiziert worden. Der italienische Golfverband trauere um einen jungen Nachwuchssportler, heisst es in einer Stellungnahme des Verbandes. Der 16-Jährige lebte laut der Nachrichtenagentur Reuters in Dubai und war über Silvester mit seiner Familie in Crans-Montana. Italienische Medien berichteten, dass er mit zwei Freunden die Bar «Le Constellation» besucht habe.
10.31 Uhr: SRG sagt Sports Awards 2025 ab
Die für Sonntagabend in Zürich geplanten Sports Awards 2025 finden nicht statt. Aus Respekt und Solidarität nach der tragischen Brandkatastrophe in Crans-Montana werden die traditionellen Sportlerwahlen verschoben. Dies teilt die SRG mit. Der neue Termin für die Fernsehgala ist noch nicht bekannt.

Die Schweiz trauert: Die Fahnen am Bundeshaus in Bern wehen seit gestern und für fünf Tage auf halbmast.
Anthony Anex / Keystone
09.20 Uhr: Spekulationen über Brandursache – Bilder zeigen Feuer
In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, die den Brand in der Bar in Crans-Montana zeigen sollen.
Während die Ermittler nach der Ursache für das verheerende Feuer in Crans-Montana suchen, werfen Aufnahmen in sozialen Netzwerken Fragen auf. Bilder zeigen, wie Menschen in der Silvesternacht Champagnerflaschen in ihren Händen halten, in denen Wunderkerzen stecken. Funken sprühen Richtung Decke und scheinen diese in Brand zu setzen. Bilder zeigen auch, wie ein junger Mann versucht, das Feuer zu löschen.


Ein 19-Jähriger, der sich nach eigenen Angaben rechtzeitig aus der Bar retten konnte, erzählte dem «Blick», dass eine Frau auf den Schultern einer anderen gesessen habe und zwei Flaschen mit Wunderkerzen so hoch geschwenkt habe, dass sie die Decke berührt hätten. Diese habe plötzlich Feuer gefangen.
Ob sich das tatsächlich so zugetragen hat und ob dies der Auslöser des Brandes war, ist unklar. Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, wollte sich am Donnerstag nicht zu diesen Mutmassungen äussern. Es werde in jede Richtung ermittelt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ob die Aufnahmen den Ermittlern bekannt seien, könne er nicht bestätigen, doch er gehe davon aus, sagte er am Morgen.
07.23 Uhr: Crans-Montana trauert
Am Abend des 1. Januar trauern die Menschen in Crans-Montana.
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana trauern die Menschen im Wallis. Vor der Bar «Le Constellation» wurden viele Blumen, Kerzen, Briefe oder Dankeskarten niedergelegt.
07.17 Uhr: Italiens Aussenminister reist nach Crans-Montana
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani will heute Crans-Montana besuchen. Das berichten mehrere italienische Medien.
Gegenwärtig werden laut Tajani noch sechs italienische Staatsbürger vermisst. Dreizehn italienische Verletzte seien in verschiedene Spitäler eingeliefert worden. Unter ihnen eine 16-jährige Mailänderin, die in Zürich untergekommen ist, wie die Italien-Korrespondentin Ulrike Sauer meldet. Sie liegt im Koma und ist nicht transportfähig.
07.04 Uhr: Flughafen von Genf bereitet sich auf Ankunft von Angehörigen vor
Der Flughafen von Genf bereite sich auf die Ankunft der Familien ausländischer Opfer vor, wie der Kanton Genf meldet. Er liegt am nächsten am Unglücksort, auf dem Landweg sind es rund 180 Kilometer nach Crans-Montana. Unter den Toten und Verletzten sind nach italienischen Angaben Italiener, andere Staaten hielten sich bedeckt.
Donnerstag, 1. 1.
22.27 Uhr: Frankreich meldet acht Vermisste
Acht französische Staatsangehörige werden noch vermisst, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Communiqué des französischen Aussenministeriums schreibt. Folglich könne man nicht ausschliessen, dass unter den Toten auch Französinnen oder Franzosen seien. Laut dem Ministerium sind drei Verletzte in französische Spitäler gebracht worden, weitere Verlegungen seien in Planung.
22.13 Uhr: Fussballer des FC Metz unter den Verletzten
Unter den Verletzten ist ein Spieler des FC Metz, ein Fussball-Erstligist aus Frankreich. Das teilte der Klub in einem Communiqué mit. Darin heisst es, Tahirys Dos Santos habe schwere Verbrennungen erlitten und sei mit dem Flugzeug nach Deutschland gebracht worden, «wo er derzeit behandelt wird». Dos Santos ist 19 Jahre alt und kam bisher in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, die in der fünfthöchsten Spielklasse vertreten ist. Bei einem Spiel im französischen Pokal vor zwei Wochen gehörte er dem Kader der ersten Mannschaft an. Der FC Metz schreibt, er arbeite daran, den Spieler in ein Krankenhaus in der Nähe seines Wohnortes verlegen zu können.
21.52 Uhr: Mailänder Spital bietet Hilfe an
Am Sonntagabend sind drei italienische Staatsangehörige mit Rettungshelikoptern der italienischen Bergwacht ins Niguarda-Spital in Mailand geflogen worden. Wie die Italien-Korrespondentin Ulrike Sauer berichtet, soll es sich dabei um eine 29-jährige Frau sowie zwei 16-jährige Jungen handeln. Alle drei hätten die Silvesternacht in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana verbracht und seien anschliessend im Krankenhaus von Sitten behandelt worden.
Der Mailänder Sozialdezernent Guido Bertolaso sagte, die drei schwebten zwar nicht in Lebensgefahr, seien allerdings intubiert. 30 bis 40 Prozent ihrer Körper seien verbrannt. Das Niguarda-Spital bot derweil an, bis zu achtzehn Personen mit Brandverletzungen aufzunehmen. Das Spital verfügt über ein spezielles Zentrum für schwere Verbrennungen.
21.09 Uhr: Spontane Gedenkfeier in Crans-Montana

Hunderte gedenken der Opfer der Brandkatastrophe.
Alessandro Della Valle / Keystone
Am Abend dieses Neujahrstages haben sich in Crans-Montana mehrere hundert Personen versammelt, um der Opfer des Brandes zu gedenken. In der Nähe des Unglücksortes legten die Leute Blumen nieder, zündeten Kerzen an, schwiegen miteinander.
19.44 Uhr: Von der Leyen bietet der Schweiz Hilfe an
Auch die Europäische Union, konkret Ursula von der Leyen namens der EU-Kommission, hat der Schweiz ihr Beileid ausgedrückt. In einem Post auf X schreibt von der Leyen, sie sei «zutiefst betroffen von dem Brand in Crans-Montana». Ihre Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen. «Wir stehen in Kontakt mit den Schweizer Behörden, um den Opfern über den EU-Mechanismus zum Katastrophenschutz medizinische Hilfe zukommen zu lassen.» Die EU-Präsidentin fügt an: «Europa steht in voller Solidarität mit der Schweiz.»
Deeply saddened by the fire in Crans-Montana.
My thoughts are with the victims, their families and all those affected.
We are liaising with Swiss authorities to provide medical assistance to the victims through the EU Civil Protection Mechanism.
Europe stands in full…
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) January 1, 2026
19.37 Uhr: Helikopter bringt verletzte Italiener nach Mailand
Um 19 Uhr ist ein Helikopter in Mailand gelandet, um ein verletztes Brandopfer ins Niguarda Great Metropolitan Hospital zu bringen. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Laut dem Bericht sei der Zustand der Person zwar ernst, aber nicht derart kritisch, dass ein Transport nicht möglich gewesen wäre. Zwei weitere verletzte Italiener sollen ebenfalls in Kürze in Mailand landen. Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent ihres Körpers seien verbrannt, schreibt Ansa. Bei den drei Verletzten soll es sich um zwei 16-jährige Jungen und eine Frau unter 30 Jahren handeln.
19.27 Uhr: Mindestens 80 Verletzte sollen in kritischem Zustand sein
Wie der «Walliser Bote» schreibt, sollen mindestens 80 der 115 Verletzten in einem kritischen Zustand sein. Die Zeitung beruft sich auf den Walliser Regierungspräsidenten Mathias Reynard, der die Zahl bestätigt haben soll.
Allerdings könnten noch mehr Verletzte in einem kritischen Zustand sein. Denn Reynard sagte dem «Walliser Boten» weiter: «Diese Zahl von 80 bezieht sich auf Personen, die durch die Walliser Rettungsorganisation KWRO betreut werden. Uns sind jedoch noch weitere Fälle bekannt, die sich ebenfalls in kritischem Zustand befinden und auf anderem Weg in die Notfallstationen gebracht wurden.» An der Medienkonferenz am frühen Abend teilten die Behörden bereits mit, dass ein grosser Teil der Personen in den Spitälern schwer verletzt sei.
19.12 Uhr: Macron bietet Spitalplätze an
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat auf X verkündet, mit dem Bundespräsidenten Guy Parmelin gesprochen zu haben. Er habe der Schweiz die Solidarität Frankreichs ausgedrückt. «Unsere diplomatischen und konsularischen Teams verfolgen die Lage und leisten unseren von der Tragödie betroffenen Landsleuten die notwendige Hilfe.» Macron schreibt ausserdem, dass Frankreich Verletzte in seinen Spitälern aufnehmen werde und für jede Hilfe zur Verfügung stehe.
Je me suis entretenu avec le Président de la Confédération helvétique @ParmelinG pour lui exprimer notre solidarité. Le bilan est terrible. Nos pensées accompagnent les familles.
Nos équipes diplomatiques et consulaires suivent la situation et apportent l’assistance…
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) January 1, 2026
19.05 Uhr: 400 Personen besuchen Messe in Crans-Montana

Die Kirche von Montana-Station war voll am Neujahrstag.
Alessandro Della Valle / Keystone
Rund 400 Personen haben die Neujahrsmesse in der katholischen Kirche in Crans-Montana besucht. Etwa 15 Gehminuten vom Unglücksort entfernt haben sie der rund 40 Opfer der Silvesternacht gedacht. Jean-Marie Lovey, der Bischof von Sitten, führte durch die Messe.
18.03 Uhr: Keine Antworten zur Bar

Die Untersuchungen in der Bar «Le Constellation» laufen weiterhin.
Jean-Christophe Bott / Keystone
Fragen zum Ehepaar, das die Bar geführt haben soll, werden abgewehrt. «Ich glaube nicht, dass es wichtig ist, diese Frage hier zu beantworten», sagt der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud. Auch zu den Sicherheitsvorschriften in der Bar will er sich nicht äussern.
Damit endet die zweite Medienkonferenz dieses Tages.
18.00 Uhr: «Wahrscheinlich waren es schon viele junge Leute»
Staatsrat Stéphane Ganzer wird gefragt, ob die Feiernden im Alter zwischen 15 und 20 Jahren gewesen seien, wie es in verschiedenen Medien heisst. Ganzer weicht aus, sagt aber: «Wahrscheinlich waren es schon viele junge Leute.» Er erklärt nochmals, wie es zur Explosion kam: «Die Explosion ist aus dem Brand entstanden – nicht umgekehrt.» Es sei ein Flashover entstanden, ein Flächenbrand. Verdächtige gebe es nicht, Verhaftungen entsprechend auch nicht.
17.51 Uhr: Parmelin tauschte sich mit Emmanuel Macron aus

«Wir stehen in Kontakt mit ausländischen Regierungen.» Bundespräsident Guy Parmelin während der Medienkonferenz.
Pierre Albouy / Reuters
Bundespräsident Guy Parmelin sagt: «Ich hatte Kontakt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.» Auch mit Fokus auf die medizinische Behandlung der Überlebenden. Man brauche spezialisiertes Wissen, erklärt Parmelin. Etwa bei Verbrennungen und Schwierigkeiten beim Atmen. «Wir stehen deshalb in Kontakt mit ausländischen Regierungen.»
17.48 Uhr: Zu früh, um Fragen zur Brandursache zu beantworten
Die Journalistinnen und Journalisten vor Ort können nun Fragen stellen. Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud wird gefragt, ob sie bestätigen könne, dass eine mit Pyrotechnik ausgestattete Champagnerflasche für den Brand verantwortlich sei. Es sei zu früh, um solche Fragen zu beantworten, sagt Pilloud, die Ermittlungen würden noch laufen. Auch zur Staatsangehörigkeit der Opfer kann sich Pilloud noch nicht äussern. «Wir haben grobe Zahlen. Aber lassen Sie uns erst unsere Arbeit machen. Und dann wollen wir uns bei den betroffenen Familien melden.» Italienische Medien hatten zuvor berichtet, unter den Opfern seien 16 Italienerinnen und Italiener.
17.47 Uhr: 60 Personen liegen in Sitten
Mathias Reynard, der Walliser Regierungspräsident, nennt weitere Zahlen. In den Spitälern seien 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz gestanden, dazu 13 Helikopter und 40 Rettungswagen. 60 Personen lägen im Spital in Sitten, weitere in anderen Spitälern, insbesondere in Lausanne, dessen Spital auf Brandverletzungen spezialisiert sei.
17.39 Uhr: Behörden untersuchen verschiedene Hypothesen zur Ursache
Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud wiederholt, dass die Identifizierung der Leichen Zeit in Anspruch nehme, das Wallis aber Unterstützung von anderen Kantonen erhalten habe. Pilloud sagt, man ermittle zwar in mehrere Richtungen, habe «mehrere Hypothesen». «Aber die wahrscheinlichste ist, dass der ganze Raum Feuer gefangen hat und es dann zu einer Explosion kam.» Laut Pilloud werden jetzt verschiedene Handys ausgewertet, die im Lokal gefunden wurden.
17.35 Uhr: Etwa 40 Personen kamen ums Leben
Der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler, rekapituliert nochmals die vergangene Nacht: Gegen halb zwei Uhr seien Rauchschwaden gemeldet worden. Gleich danach seien die Rettungskräfte ausgerückt. Dann kommt Gisler auf die Zahlen zu sprechen: «Derzeit gibt es etwa 40 Personen, die ihr Leben verloren haben. 115 Personen sind verletzt, viele von ihnen schwer.» Da es sich bei Crans-Montana um eine weltweit bekannte Ski-Destination handle, geht er davon aus, dass unter den Opfern auch viele ausländische Gäste seien.
17.32 Uhr: «Hätte eine Feier werden sollen»
Nicolas Féraud, der Gemeindepräsident von Crans-Montana, hat nun das Wort. Er sagt: «Wir sind heute Morgen erschüttert erwacht. Dieser Silvesterabend hätte eine Feier werden sollen. Jetzt sind wir voller Trauer. Wir alle haben Menschen verloren.» Auch Féraud bedankt sich für die Solidarität, die Crans-Montana erhalten habe.
17.28 Uhr: «Identifizierung der Körper kann noch einige Zeit dauern»
Staatsratspräsident Mathias Reynard sagt, er habe am Nachmittag Familien getroffen, Angehörige, die weiterhin auf Informationen warteten. «Das ist furchtbar für diese Menschen. Aber die Identifizierung der Körper kann leider noch einige Zeit dauern.»
17.19 Uhr: Parmelin spricht von «einer der schlimmsten Tragödien in unserem Land»

Bundespräsident Guy Parmelin und der Walliser Staatsrat Mathias Reynard informieren an einer Medienkonferenz in Crans-Montana.
Pierre Albouy / Reuters
Parmelin eröffnet die Medienkonferenz, nennt die Ereignisse der Silvesternacht «eine der schlimmsten Tragödien in unserem Land». Er liest von einem Blatt Papier ab, sagt, man sei bestürzt. «Die Schweizer Regierung möchte zunächst den Familien und den Angehörigen ihr Beileid aussprechen.» Dann dankt er den Ländern, die ihre Hilfe angeboten hätten. «Wir stellen fest, dass es eine internationale Solidarität gibt.»
Zur Brandkatastrophe sagt er: «Das Drama ist an einem Ort passiert, wo sonst gefeiert wird.» Er verzichtet als Bundespräsident deshalb auf die traditionelle Neujahrsansprache. Dazu sollen die Flaggen beim Bundeshaus fünf Tage lang auf halbmast wehen.
In Richtung der Opfer sagt Parmelin: «Sie sind nicht allein. Wir werden alles dafür tun, dass es Ihnen bald besser geht, dass Sie begleitet werden.» Anschliessend dankt er den Feuerwehrleuten und Polizisten, die schlimme Dinge gesehen hätten. «Der heutige Donnerstag ist ein Tag der Trauer und der Würde. Wir sind ein starkes Land, weil wir diese Dramen überstehen können.» Schliesslich gedenkt Parmelin insbesondere der jungen Leute, die besonders betroffen seien.
17.17 Uhr: Medienkonferenz beginnt
Die Pressekonferenz in Crans-Montana hat begonnen. Zu den Medien sprechen nun: Bundespräsident Guy Parmelin, Staatsratspräsident Mathias Reynard, Staatsrat Stéphane Ganzer, die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis Frédéric Gisler sowie der Gemeindepräsident von Crans-Montana Nicolas Féraud.
16.47 Uhr: Die Ukraine steht der Schweiz bei – Selenski trauert
Für gewöhnlich bekundet die Schweiz Solidarität mit der Ukraine, die sich im Krieg befindet. Doch nun ist es umgekehrt: Die Ukraine steht der Schweiz bei, namentlich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski. Auf X schreibt er, eine «verheerende Tragödie» habe sich ereignet. Er schliesst mit den Worten: «Wir sprechen den Menschen in der Schweiz, Guy Parmelin und allen, die Familienmitglieder oder Angehörige verloren haben, unser Beileid aus.»
A devastating tragedy occurred in Switzerland on New Year’s Day. According to available information, about forty people were killed and around one hundred were injured as a result of an explosion at the Crans-Montana ski resort. We grieve every time lives are lost. The most…
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 1, 2026
16.40 Uhr: Auch das Berner Inselspital beherbergt Betroffene
Wie SRF unter Berufung auf einen Sprecher der Berner Inselspital-Gruppe mitteilt, werden auch in Bern Opfer der Brandkatastrophe behandelt. Um wie viele Patienten es sich handle, dazu habe der Sprecher keine Angaben gemacht. Abgesehen von Bern sind laut SRF 22 Opfer in Lausanne untergebracht, dazu über ein Dutzend in Zürich und sechs in Genf. Laut der ARD-«Tagesschau» soll zudem eine weitere verletzte Person nach Stuttgart ausgeflogen werden.
16.26 Uhr: Parmelin besucht die Einsatzkräfte

Bundespräsident Guy Parmelin lässt sich über den Stand der Ermittlungen informieren.
Alessandro Della Valle / Keystone
Seit heute ist Wirtschaftsminister Guy Parmelin Bundespräsident – zum zweiten Mal nach 2021. Eigentlich hätte er heute Mittag eine Neujahrsansprache halten sollen, so will es die Tradition. Doch Parmelin hat seine Rede verschoben und ist stattdessen ins Wallis gereist. Dort lässt er sich nun über den Stand der Ermittlungen informieren. Bilder zeigen ihn in einem Zelt, wo er sich mit Walliser Behörden und Polizisten bespricht. Parmelin wird sich an der Pressekonferenz um 17 Uhr 15 ausführlich zur Katastrophe äussern.
16.09 Uhr: Identifizierung der Opfer könnte noch Wochen dauern

Die meisten der rund 100 zum Teil schwerverletzten Opfer wurden auf die Intensivstation des Spitals Wallis gebracht.
Pierre Albouy / Reuters
Bis alle Leichen identifiziert sind, könnte es noch mehrere Tage oder sogar Wochen dauern. Das soll der Walliser Staatsrat Mathias Reynard dem italienischen Botschafter Gian Lorenzo Cornado gesagt haben, wie mehrere Medien unter Berufung auf die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichten.
Cornado befindet sich gegenwärtig in Crans-Montana. Laut Ansa sagte er: «Leider sind die Opfer aufgrund der Schwere ihrer Verbrennungen nicht identifizierbar.» Er könne deshalb noch keine Angaben machen, ob italienische Staatsbürger betroffen seien oder nicht.
15.56 Uhr: Staatsrat Reynard in direktem Kontakt mit den Angehörigen
Der Staatsrat vom Wallis, Mathias Reynard, hat mit den Angehörigen der Opfer gesprochen. Sie wurden über die Vorgänge informiert, sagt er zu SRF. «Es war das Schwierigste, mit den Familien zu sprechen und ihnen zu sagen, dass wir noch keine Antworten auf ihre Fragen haben.»
15.22 Uhr: Nächste Medienkonferenz um 17 Uhr 15

Bundespräsident Guy Parmelin spricht nach seinem Besuch am Ort der Explosion und des Brandes in der Bar «Le Constellation» zu den Medien.
Denis Balibouse / Reuters
Die zweite Medienkonferenz des Tages zur Brandkatastrophe in Crans-Montana wird um 17 Uhr 15 stattfinden. Der Bundespräsident Guy Parmelin wird dafür nach Sitten reisen. Zudem werden anwesend sein: Staatsratspräsident Mathias Reynard, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport Stéphane Ganzer, die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud, der Kommandant der Kantonspolizei Wallis Frédéric Gisler sowie der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud.
15.00 Uhr: Die US-Botschaft trauert nach tödlichem Brand

Vor der Bar haben Passanten Blumen niedergelegt.
Jean-Christophe Bott / Keystone
Die amerikanische Botschaft in Bern zeigt sich tief betroffen vom tödlichen Brand in Crans-Montana. In einer Stellungnahme spricht sie den Opfern, Verletzten und Angehörigen ihr Mitgefühl aus und dankt den Einsatzkräften für ihre schnelle Hilfe.
Die Botschaft stehe in engem Kontakt mit den Schweizer Behörden und biete betroffenen amerikanischen Bürgerinnen und Bürgern konsularische Unterstützung an.
14.54 Uhr: Israelische Freiwilligenorganisation unterwegs in die Schweiz

Vorbereitungen vor dem Abflug in die Schweiz.
Zaka
Eine Gruppe der israelischen Freiwilligenorganisation Zaka ist unterwegs in die Schweiz, wie einer ihrer Sprecher gegenüber der NZZ sagt.
Die jüdisch-orthodoxe Organisation kommt bei Terroranschlägen zum Einsatz und ist darauf spezialisiert, nach Explosionen Leichenteile zu bergen und zu identifizieren. «Wir suchen nach drei jüdischen Vermissten in der Schweiz, aber wir bieten unsere Hilfe selbstverständlich für die Bergung von allen Opfern an», sagt der Sprecher.
Der letzte Einsatz im Ausland hatte Zaka in Australien während des Bondi-Beach-Massakers Mitte Dezember 2025.
14.47 Uhr: «Flashover» führte zu einer oder mehreren Explosionen
In einer Medienmitteilung schreiben die Behörden, dass es infolge eines Brandes zu einem «Flashover» gekommen sei. Dieser habe eine oder mehrere Explosionen verursacht.
Als «Flashover» wird der kritische Moment bezeichnet, in dem ein Entstehungsbrand schlagartig in einen voll entwickelten Brand übergeht. Dabei erhitzen sich durch Wärmestrahlung nahezu alle Oberflächen im Raum, setzen brennbare Gase frei und zünden nahezu gleichzeitig, was zu einer explosionsartigen Brandausbreitung und Temperaturen von bis zu etwa 1000 Grad führen kann.
14.38 Uhr: Hat eine Wunderkerze den Brand ausgelöst?


Amateuraufnahmen in den sozialen Netzwerken sollen den Brand in der Bar «Le Constellation» zeigen.
In den Medien und sozialen Netzwerken wird spekuliert, was das Feuer und die Explosion ausgelöst haben könnte.
Zwei junge Französinnen, die nach eigenen Angaben in der betroffenen Bar gefeiert hatten, schildern dem französischen Sender BFMTV, dass jemand eine Champagnerflasche hochgehalten habe, in der eine Wunderkerze oder eine Geburtstagskerze gesteckt habe. Die Decke der unteren Etage der Bar habe daraufhin Feuer gefangen, und der Brand habe sich innerhalb von Sekunden ausgebreitet. In der Bar sei Panik ausgebrochen. Die Türe sei für die Menge jedoch zu klein gewesen, weshalb ein Fenster eingeschlagen worden sei. «Die Flammen waren nur einen Meter von uns entfernt.»
Die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana verfügte über zwei Etagen und galt besonders für junge Menschen als Ausgangsort. Insgesamt bot sie im Innenbereich Platz für bis zu 300 Personen. Das Lokal konnte über eine überdachte Terrasse betreten werden, dahinter lagen der Barbereich und eine Treppe, die ins Untergeschoss führte. Im unteren Stockwerk befanden sich ein weiterer Barbereich und Tische. Dort soll das Feuer ausgebrochen sein.
Ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, soll den Moment zeigen, in dem die Decke Feuer fängt.
Auch der italienische Aussenminister spekulierte im italienischen Fernsehsender Sky TG24 zur möglichen Brandursache. Er sagt: «Es scheint, als sei die Tragödie durch einen Brand, eine Art Explosion oder einen Feuerwerkskörper verursacht worden.» Er betont jedoch, dass die Details noch unklar seien.
Die Behörden bestätigen derzeit nichts. Die Brandursache wird weiterhin ermittelt. Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, betont, dass derzeit noch nicht klar sei, was genau passiert sei.
14.24 Uhr: Luzern sagt Neujahrsfeuerwerk ab
Das geplante «Neujahrszauber»-Feuerwerk vom 1. Januar in Luzern findet nicht statt. Wie die Stadt auf ihrer Website mitteilt, hat das Organisationskomitee die Veranstaltung aus Respekt und Solidarität mit den Betroffenen des tragischen Vorfalls in Crans-Montana abgesagt.
Seit 16 Jahren markiert der «Neujahrszauber» den Start ins neue Jahr. «Angesichts des tragischen Ereignisses in Crans-Montana wäre es für uns nicht richtig, den Jahresbeginn mit einem Feuerwerk zu feiern», sagt das OK-Mitglied Roman Omlin in einer Mitteilung.
13.46 Uhr: Politiker äussern sich auf X
Der Altbundesrat und heutige Europarat-Generalsekretär Alain Berset schreibt auf X von einer «Tragödie». Er zeigt sich solidarisch mit den Opfern und ihren Angehörigen.
Der Präsident der Mitte, der Walliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy, schreibt in einem Beitrag auf X: «Nichts ist mehr, wie es war.» Die silvesterliche Freude sei grosser Trauer gewichen.
Auch die Nationalräte Jürg Grossen und Philippe Nantermod meldeten sich.
13.08 Uhr: Medien weltweit berichten
Alle grösseren Medien und Newsportale weltweit berichten über die Brandkatastrophe in Crans-Montana. Während das deutsche Boulevardblatt «Bild» von einem «Silvester-Inferno» und einer «Feuer-Hölle» berichtet, schreibt beispielsweise das australische Portal News.com.au von einem «Albtraum». Die «New York Times» berichtet live über die Ereignisse in Crans-Montana.

Alle grösseren Medien und Newsportale weltweit berichten über die Brandkatastrophe in Crans-Montana.
Bilder Screenshot; Bearbeitung NZZ
12.57 Uhr: Rega disponiert drei Ambulanzjets
Die Rega hat drei Ambulanzjets nach Sitten geschickt, um Brandverletzte in umliegende und spezialisierte Spitäler zu verteilen. Das teilte der Einsatzleiter der Rega, Philipp Simmen, dem SRF mit. Seit gestern hat die Rettungsflugwacht rund zwanzig Personen geflogen.
In der Schweiz sind die zwei Universitätsspitäler Zürich und Lausanne auf Verletzungen dieser Art spezialisiert. Am Universitätsspital Lausanne (CHUV) werden derzeit 22 Brandopfer behandelt. Nach Angaben von RTS ist das jüngste Opfer dort 16 Jahre alt. Auch im Universitätsspital Zürich sind bereits über ein Dutzend Brandopfer aus Crans-Montana in Behandlung. Weitere würden vermutlich folgen, sagte ein Spitalsprecher zu Keystone-SDA.
Unter den Opfern des Brandunglücks seien viele junge Menschen, die mit Freude hätten ins neue Jahr starten wollen, sagte Simmen. Einzigartig sei das Unglück von Crans-Montana jedoch nicht. Ereignisse mit hohen Opferzahlen kämen immer wieder vor, etwa Lawinenniedergänge oder Flugzeugabstürze.
12.46 Uhr: Macron spricht Beileid aus
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Brand in der Schweiz eine Erklärung in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Er sei tief betroffen nach dem Brand in Crans-Montana, schrieb er. «Meine Gedanken sind bei den trauernden Familien und den Verletzten. Der Schweiz, ihrem Volk und ihren Behörden übermittle ich die volle Solidarität Frankreichs und unsere brüderliche Unterstützung.»
Zuvor war bestätigt worden, dass zwei französische Staatsangehörige unter den Verletzten seien.
12.01 Uhr: Italien bietet Hilfe an
Die italienische Regierung äussert sich ebenfalls zum Unglück. «Ich habe die Ministerpräsidentin heute früh informiert», schreibt Aussenminister Antonio Tajani auf X. Er stehe in ständigem Kontakt. Zivilschutzangehörige aus dem Aostatal und der Lombardei stünden im Einsatz, um zu helfen. Ausserdem sei das Verbrennungszentrum Niguarda zur Verfügung gestellt worden.
11.19 Uhr: Behörden schildern Ablauf der Unglücksnacht

Polizisten inspizieren am Neujahrsmorgen die Bar, in der in der Nacht das Feuer ausgebrochen ist.
Alessandro Della Valle / Keystone
Der Polizeichef des Kantons Wallis, Frédéric Gisler, schildert den Ablauf der Unglücksnacht in Crans-Montana auf der Pressekonferenz wie folgt:
- Gegen 1 Uhr 30 wird Rauch in einer Bar im Zentrum festgestellt.
- Zeitgleich geht ein Notruf bei der Polizei ein, die Feuerwehr wird alarmiert.
- Die ersten Polizeistreifen treffen kurz darauf am Einsatzort ein, wenig später folgt ein grösseres Aufgebot von Feuerwehr und Polizei.
- Priorität haben zunächst die Versorgung der Verletzten und ihr Transport in umliegende Krankenhäuser.
- Parallel beginnen Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten, sichern das Gebiet und nehmen erste Ermittlungen zur Ursache des Unglücks auf.
- Auch psychologische Betreuungsangebote werden geschaffen, um Familien zu unterstützen und Informationen bereitzustellen.
10.48 Uhr: Bundespräsident Parmelin verschiebt Neujahrsrede
Eigentlich hätte Bundespräsident Guy Parmelin am Donnerstagmittag eine Neujahrsansprache halten sollen. Doch er verschiebt sie aus Respekt vor dem Leid und der Trauer der Familien der Opfer von Crans-Montana, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mitteilt.
Auf der Plattform X teilte Parmelin mit: «Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft.» Der Bundesrat habe diese Tragödie mit tiefer Bestürzung zur Kenntnis genommen.
10.42 Uhr: Kein Terroranschlag
Einen Terroranschlag schliesst die Walliser Generalstaatsanwältin, Beatrice Pilloud, Stand jetzt aus. Die Walliser Behörden werden vom Forensischen Institut Zürich unterstützt. Es geht dabei auch um die Identifizierung der Toten.
10.40 Uhr: Brandursache ist unbekannt

Rettungskräfte im Einsatz in der betroffenen Bar.
Maxime Schmid / AFP
Im Vorfeld der Konferenz hatten Medien spekuliert, pyrotechnisches Material habe zum Brand geführt. Diese Gerüchte will die Generalstaatsanwältin nicht bestätigen, dazu sei es noch zu früh.
Zwar sei es zu einer Explosion gekommen, doch diese sei eine Folge des Brandes und nicht dessen Ursache gewesen, sagt der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer. Das Feuer habe bei seiner Ausbreitung gemäss ersten Ermittlungen eine Verpuffung ausgelöst. Das passiert beispielsweise, wenn ein Gas-Luft-Gemisch schnell verbrennt und dabei Druck entweicht und eine Stichflamme erzeugt.
Auf Nachfragen von mehreren Journalisten bittet Pilloud die Medien um Zurückhaltung mit Rücksicht auf die Angehörigen der Verunglückten.
10.25 Uhr: Spitäler stark gefordert
Das Walliser Spital sei stark gefordert und auf die Unterstützung von Spitälern in anderen Kantonen angewiesen, bestätigt Mathias Reynard. Auch das Unispital Zürich kümmert sich um Verletzte. Es beherbergt eines von zwei Zentren für Brandverletzte, das andere befindet sich in Lausanne. «Wir sind im Moment alles am Hochfahren», sagte der Mediensprecher Marcel Schlatter dem «Tages-Anzeiger».
10.23 Uhr: Polizeikommandant spricht von «Dutzenden von Toten»

Von links: Mathias Reynard, Präsident des Staatsrats des Kantons Wallis, Stéphane Ganzer, Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, sowie Frédéric Gisler, Kommandant der Kantonspolizei Wallis.
Alessandro Della Valle / Keystone
Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Polizei, bestätigt: Mehrere Dutzend Personen seien ums Leben gekommen, mehr als 100 Menschen seien verletzt, viele von ihnen schwer.
10.18 Uhr: Staatsrat verhängt «besondere Lage»
Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard spricht seine Solidarität aus, insbesondere den Familien der Verunglückten. «Es ist ein Albtraum», sagt Reynard. Er dankt allen Einsatzkräften, auch den Spitälern aus anderen Kantonen, welche mithelfen, die Brandopfer zu behandeln. Insgesamt waren 10 Helikopter, 40 Krankenwagen und 150 Einsatzkräfte im Einsatz.
«Um über die nächsten Tage unmittelbar alle nötigen Mittel mobilisieren zu können und Massnahmen zur Bewältigung der Folgen dieses tragischen Ereignisses ergreifen zu können, hat der Staatsrat entschieden, ab dem 1. Januar um 9 Uhr die besondere Lage zu verhängen», heisst es in einer Medienmitteilung des Präsidiums des Staatsrates. Der Walliser Staatsrat bittet die Bevölkerung, das betroffene Gebiet zu meiden.
Eine Herausforderung wird es sein, die Angehörigen der vielen ausländischen Opfer zu identifizieren und zu kontaktieren.
10.12 Uhr: Medienkonferenz verzögert sich
Die Walliser Kantonspolizei hat für 10 Uhr eine Medienkonferenz angekündigt. Doch sie verzögert sich. Heute ist der erste Einsatztag des neuen Kommandanten Frédéric Gisler.
9.01 Uhr: Flugverbot über Crans-Montana verhängt
Zahlreiche Rettungskräfte sind derzeit im Einsatz. Helikopter und mehrere Krankenwagen sind vor Ort. Der Bereich rund um die Bar ist vollständig abgesperrt. Über Crans-Montana wurde ein Flugverbot verhängt.
8.53 Uhr: Brand in «Le Constellation»

Bilder aus den sozialen Netzwerken zeigen ein Grossaufgebot der Polizei.
Screenshot X
In Crans-Montana im Wallis ist es während einer Neujahrsfeier zu einer Explosion und daraufhin zu einem grossen Feuer gekommen. Bei dem Vorfall in der Bar «Le Constellation» hat es laut der Polizei mehrere Tote und Verletzte gegeben. In der Bar waren laut Medienberichten zum Zeitpunkt des Vorfalls mehr als 100 Menschen.
In den sozialen Netzwerken gibt es Videos, die die Flammen im Gebäude zeigen. Das Feuer brach gemäss Informationen der Walliser Polizei gegen 1 Uhr 30 am Morgen aus.
Ein Arzt der Rega sagte gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS), die Spitäler der Romandie seien ebenfalls einbezogen worden. Sie seien mit schweren Verbrennungen der Opfer konfrontiert. Der Rega-Arzt appellierte an die Bevölkerung, «Solidarität zu zeigen und am 1. Januar riskante Aktivitäten zu vermeiden». Auch die Walliser Behörden mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht.
Die Walliser Polizei hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet (0848 112 117).

Mehrere Bereiche in Crans-Montana wurden wegen des Vorfalls abgesperrt.
Alessandro Della Valle / AP
«Le Constellation» hatte Platz für 300 Personen, wie es auf der Website von Crans-Montana Tourismus und Kongress heisst. Es hatte sieben Tage von 9 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts geöffnet. Tagsüber wurde Kaffee serviert, abends gab es unter anderem Cocktails. Die Bar hatte auch einen Shisha-Bereich und vierzehn Bildschirme, auf denen Sportereignisse übertragen wurden.
Die Facebook-Seite und die Instagram-Seite der Bar wurden gelöscht. Somit ist auch das Silvesterprogramm nicht mehr ersichtlich, wie «20 Minuten» berichtet.
🚨 BREAKING: SWITZERLAND 🇨🇭
Several people killed and others critically injured after an explosion at a bar in the ski resort of Crans-Montana
Local media report dozens injured; no official casualty toll yet#Switzerland #BreakingNews #CransMontana #Explosion #HappyNewYear2026 pic.twitter.com/KUtWh20sUw— GLOBAL PULSE 360 (@DataIsKnowldge) January 1, 2026
Crans-Montana ist ein beliebter Tourismusort mit rund 2600 Hotelbetten im französischsprachigen Teil des Wallis. Gemäss Informationen der Tourismusbehörde verzeichnet Crans-Montana 929 000 Gesamtübernachtungen pro Jahr.
Mit Agenturmaterial.
