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In mehreren Wellen greifen Amerika und Israel Ziele in Iran an. Teheran schlägt heftig zurück. Eine Übersicht über den ersten Kriegstag in Karten und Bildern.
Am Samstagmorgen haben israelische und amerikanische Truppen Ziele in Iran angegriffen. Seither läuft die von den USA als Operation «Epic Fury» (Gewaltiger Zorn) bezeichnete Militärkampagne gegen iranische Militär- und Regierungseinrichtungen. Das Regime in Teheran schlägt wütend zurück und nimmt Israel ins Visier sowie Länder, die amerikanische Militärstützpunkte beherbergen. Videos und Fotos dokumentieren die gegenseitigen Angriffe. Erste Satellitenbilder lassen zudem erahnen, welche Auswirkungen die Schläge haben.
Es sei der grösste Angriff ihrer Geschichte, bilanzierte die israelische Luftwaffe bereits am ersten Tag dieses neuen Krieges in den sozialen Netzwerken. Etwa 500 Ziele habe man bombardiert – und das schon bevor in der Nacht zum Sonntag eine weitere Angriffswelle anlief.
Nachvollziehbar ist von den Attacken in Iran erst ein Bruchteil. Wie bei früheren Angriffen und den Protesten im Januar haben die Behörden nach dem Beginn der Militärschläge den Internetzugang eingeschränkt. Bilder, Videos und weitere Informationen dringen so verzögert nach aussen und müssen dann verifiziert werden. Doch eine erste Übersicht zeigt: Die USA und Israel schlagen in Dutzenden Städten und in Gebieten mit wichtiger Infrastruktur des Regimes zu.
Teheran
Irans Hauptstadt ist eines der Hauptziele. Dort wurden mehrere Orte angegriffen. Rauchwolken stiegen schon am frühen Samstagmorgen aus verschiedenen Stadtteilen auf.
Iraner schauen zu, wie mitten in der Hauptstadt Teheran Bomben fallen.
AP
Bilder und Videos zeigen nach den Bombardierungen brennende Autos und zerstörte Gebäude.
Eines der ersten Angriffsziele war der Amtssitz des obersten Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei. Ein am Samstag veröffentlichtes Satellitenbild zeigt den Gebäudekomplex nach den Angriffen Israels und der USA. Wohl bei diesem Angriff wurde das Oberhaupt des iranischen Regimes getötet.
Konarak
Ein weiteres Satellitenbild vom Samstag zeigt schwarzen Rauch über einem Schiff auf dem Marinestützpunkt Konarak im Südosten des Landes.
Auf dem Militärstützpunkt Konarak brennt ein Schiff, nachdem es bombardiert worden ist.
Vantor
Minab
In der Stadt Minab im Süden des Landes wurde laut iranischen Angaben eine Grundschule für Mädchen angegriffen. Videos zeigen ein in Teilen zerstörtes Gebäude, aus dem schwarzer Rauch aufsteigt. Sicher verifiziert werden konnte bislang, dass die Aufnahmen aus Minab stammen. Die Schule soll sich unmittelbar neben einem Militärstützpunkt der iranischen Revolutionswächter befinden.
Weitere Fotos zeigen, wie Helfer in den Trümmern nach Überlebenden suchen, sowie Körper toter Mädchen in Leichensäcken. Laut iranischen Angaben kamen bei dem Angriff mindestens 108 Personen ums Leben. Weder die USA noch Israel haben sich bislang dazu geäussert.
Helfer suchen unter den Trümmern nach Überlebenden. Mindestens 200 Tote soll es am Samstag in Iran gegeben haben.
AP
Tabriz
Ganz im Nordwesten des Landes haben die USA und Israel Raketenstellungen des Regimes in und um Tabriz bombardiert. Bilder zeigen eine grosse Rauchwolke nach einem Treffer.
Israel und die USA attackieren die Stadt Tabriz und ihre Umgebung. Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in der Nähe der Technischen Universität Sahand auf.
Iran schlägt zurück und nutzt sein Arsenal von Raketen und Drohnen für Vergeltungsschläge gegen Israel und amerikanische Militärstützpunkte in der Region. Mehrere Attacken trafen auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngebäude.
Israel
In Israel haben die Menschen schon seit Wochen angespannt damit gerechnet, dass ein Krieg mit Iran ausbricht. Israel ist erstes Ziel iranischer Vergeltungsschläge. Im Himmel über Tel Aviv waren schon am Samstagmittag erste Raketen und Drohnen zu sehen, die abgewehrt wurden. Am Abend schlug jedoch eine Rakete in der israelischen Grossstadt ein. Es gab mindestens ein Todesopfer. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen und in sozialen Netzwerken möglichst nichts zu posten. So soll verhindert werden, dass etwa zufällige Aufnahmen von Abwehrstellungen im Internet und damit auch für iranische Stellen sichtbar werden.
Eine Rakete trifft am Samstagabend das Zentrum von Tel Aviv.
Reuters
Rettungskräfte bergen Menschen aus einem zerstörten Gebäude in Tel Aviv.
EPA
Iran verfügt über ballistische Raketen, die den israelischen Flugabwehrschirm überlisten können.
Bahrain
Einen Schlag versetzte Iran der Fünften Flotte der amerikanischen Seestreitkräfte. Diese ist vor Bahrain stationiert. Der Marinestützpunkt und die Hauptstadt Manama wurden am Samstag mehrfach angegriffen. Verifizierte Aufnahmen zeigen, wie eine Rakete auf die Anlage zufliegt, und die darauffolgende Explosion.
Raketenangriff auf die Fünfte Flotte der amerikanischen Seestreitkräfte.
Wenig später tauchte am Himmel eine Kamikazedrohne auf, mutmasslich vom Typ Shahed, die ihr Ziel ebenfalls explodieren liess.
Drohnenangriff auf die Fünfte Flotte der amerikanischen Seestreitkräfte.
Das genaue Ausmass der Schäden ist noch unklar, bisher kursierten lediglich gefälschte Satellitenbilder in den sozialen Netzwerken.
Daneben gab es in Bahrain weitere Angriffe, unter anderem auf den internationalen Flughafen. Bestätigt ist zudem ein Drohnenangriff auf ein Hochhaus mit Wohnungen. Das Gebäude liegt zweieinhalb Kilometer Luftlinie vom Sitz der Fünften US-Flotte entfernt. Bahrains Innenministerium bestätigte am Samstagabend, dass mehrere Wohngebäude in Manama angegriffen wurden.
In diesem Moment schlägt am Samstagabend eine Drohne in ein Hochhaus in Manama ein.
Vereinigte Arabische Emirate
Für besonderes Aufsehen sorgten iranische Attacken auf die Golfmetropole Dubai. Diese wurde an weltweit bekannten Orten getroffen, unter anderem auf einer der künstlichen Inselgruppen in Palmenform und auf dem internationalen Flughafen. Rauch erfüllte die überfüllten Korridore des Flughafens, während die Passagiere davonrannten. Eine Drohne schlug zudem im Hotel «Fairmont The Palm» ein. Auch im Umfeld des ikonischen Burj al-Arab kam es zu einer Explosion. Raketen und Drohnen trafen auch Gebäude in Abu Dhabi. Staatliche Medien bestätigten einen Toten.
Moment des Drohnenangriffs auf das Hotel «Fairmont The Palm».
Kuwait
In Kuwait trafen iranische Attacken sowohl den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem als auch den Flughafen. Ein von einer Autobahn aus aufgenommenes Video zeigt die Rauchwolke nach einer Explosion.
Aus einem Auto heraus gefilmte Explosion (links) und Blick in den Flughafen nach einem Angriff (rechts).
Katar
Der kleine Golfstaat Katar ist stark im Visier des iranischen Regimes. Dutzende Raketen und Drohnen wurden auf das Land gefeuert. Insbesondere die Militärbasis al-Udeid dient den Amerikanern dort als Drehscheibe für ihre Operationen im Nahen Osten. Auch im Vorfeld des Krieges wurden hier viele Bewegungen registriert.
Entsprechend stark ist die Flugabwehr für den Stützpunkt ausgestattet. Bisher konnten alle Angriffe abgewehrt werden.
Anders ist das rund um die Hauptstadt Doha. In einem Vorort von Doha landeten Raketenteile auf einer Strasse am Rand eines Wohngebiets und lösten ein Feuer aus. Der Ort liegt 25 Kilometer Luftlinie von der Militärbasis al-Udeid entfernt. Auch der internationale Flughafen wurde angegriffen.
Der Moment, als die Raketenteile im Boden einschlagen.
Jordanien
Israels Nachbarstaat Jordanien befindet sich ebenfalls im Abwehrkampf gegen iranische Angriffe. Die jordanische Luftwaffe hat in vorherigen Konflikten sowohl Israel als auch die Amerikaner dabei unterstützt, iranische Attacken abzufangen. Ausserdem beherbergt das Land die amerikanische Muwaffaq-Salti-Basis.
Bilder, wenige Meter entfernt aufgenommen, zeigen einen Einschlag auf der Basis. Satellitenbilder, die Aufschluss über Schäden geben könnten, sind bis jetzt nicht öffentlich verfügbar.
Explosion in der Nähe der Muwaffaq-Salti-Basis.
Saudiarabien
Auch die grösste Golfmacht, Saudiarabien, war nach eigenen Angaben am Samstag das Ziel iranischer Attacken. «Die Angriffe richteten sich gegen die Region Riad und die Ostprovinz und konnten erfolgreich abgewehrt werden», schrieb das Aussenministerium. Es gab Berichte über Explosionen in Riad, aber keine Videos.
Oman
Ähnlich verhält es sich mit Attacken auf Oman, von wo gesichertes Bildmaterial noch aussteht. Die Regierung bestätigte allerdings einen Angriff auf den Öltanker «Skylight», der sich im Golf von Oman unweit der iranischen Küste befindet. Auch der Hafen Dukm sei am Sonntag von Geschossen getroffen worden.
Zypern
Iran macht auch vor Zielen in Europa offenbar nicht halt. Am Sonntagmittag wurden Fluggeräte über Zypern gesichtet. Noch gibt es kein verifiziertes Bildmaterial. Die USA nutzen dort Militärbasen und Infrastruktur des Nato-Verbündeten Grossbritannien. Ein allfälliger Angriff hätte daher für das Bündnis, aber auch für die Europäische Union Konsequenzen, weil damit Bündnispflichten ausgelöst würden.
Die gezeigten Bildausschnitte stammen aus folgenden verifizierten Videos: https://x.com/andynovy/status/2027710342260719853, https://x.com/iffiviews/status/2027702014751506629?s=46, https://t.me/AlHaqNews/26495, https://x.com/GordonGekko/status/2027772943342633049?s=20, https://x.com/FaytuksNetwork/status/2027786167307973047, https://x.com/_iMAKsays/status/2027917109016326546, https://x.com/osinttechnical/status/2027677928062906449?s=46&t=new-imtEE6LueVC1WVc0uw, https://x.com/Vahid/status/2027726848608669961
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