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«Die Schreinerei wurde 1963 von meinem Vater gegründet», sagt Inhaber Josef Rechsteiner, als wir ihn in seinem Geschäft in Meistersrüte treffen. Rechsteiner ist in Meistersrüte aufgewachsen. Nach 14 Lehr- und Wanderjahren, unter anderem in Bremerhaven an der deutschen Nordsee, im Engadin, in Trogen und St. Gallen, wo er 1988 die Schreinermeisterausbildung abschloss, stieg er 1990 ins Geschäft seines Vaters ein und führte es ab 1991 selbst. Die Lehre hatte er in Balgach gemacht.
Nach 34-jähriger Geschäftsführung sei es ihm wichtig, die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden langfristig zu sichern. Mit Simon Weber habe er den idealen Nachfolger gefunden, um das Geschäft in der gleichen Philosophie weiterzuführen. Weber ist Schreiner und Projektleiter sowie Inhaber der «Formatdesign GmbH» in Appenzell, die die «Rechsteiner AG» übernommen hat. Die «Formatdesign GmbH» bietet Küchen, Möbel und Umbauten an und ist dabei auf Holzdesign spezialisiert.
«Reibungsloser Übergang»
Die Übergabe findet rückwirkend per 5. Januar statt. Beide Unternehmer betonen, dass sich für Kunden, Partner und Lieferanten derzeit nichts ändere, die Kontaktpersonen würden dieselben bleiben, man garantiere einen reibungslosen Übergang. Josef Rechsteiner ist seit 7. Januar als Berater und Projektleiter in Teilzeit bei Simon Weber angestellt, um seine langjährige Berufserfahrung einbringen zu können. Derzeit stünden noch Kunden in der Offertphase, sagt der eidgenössisch diplomierte Schreinermeister, und auch solche, bei denen man schon an der Ausführung des Auftrags sei. Beides will er weiter begleiten.
«Wir freuen uns sehr, die ‹Rechsteiner AG› in unser Unternehmen zu integrieren», sagt Simon Weber. Denn Werte, handwerkliches Können des Teams und Infrastruktur würden perfekt zur eigenen Vision passen, erklärt er. Man wolle gemeinsam Tradition und Innovation verbinden.
Bekenntnis zu Appenzell
Weber bekennt sich zum Standort Appenzell. Die Übernahme des Geschäftes von Rechsteiner ziele darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit lokal und regional zu stärken und langfristig bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Ziel sei es, der führende Partner für hochwertige Küchen- und Schreinerarbeiten mit integriertem Raumdesign in der Region zu sein. Werkstatt und Verkaufsflächen in Meistersrüte bleiben bestehen, bestätigt Rechsteiner. Die Übernahme sei das Ergebnis sorgfältiger Planung der beteiligten Unternehmen, sagen beide. Die «Rechsteiner AG» habe nach einer nachhaltigen Lösung für die Geschäftsübernahme gesucht, während die «Formatdesign GmbH» ihre Kompetenzen erweitern und die Wertschöpfungskette in der Region stärken wollte.
Die Synergien liegen für die Unternehmen auf der Hand: Die «Formatdesign GmbH» profitiere vom etablierten handwerklichen Know-how und dem soliden Kundenstamm der «Rechsteiner AG». Künftig könnten so Projekte von der Idee bis zur finalen Umsetzung aus einer Hand angeboten werden.
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