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Der Einstieg in den Feuerwehrdienst

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Die Feuerwehren in Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sind immer wieder gefordert, wenn sie zu unterschiedlichen Einsätzen gerufen werden. Von Bränden über Rettungen bis zu Umweltschäden gilt es, die vielfältigsten Aufgaben zu bewältigen. Damit dies in hoher Qualität gelingt, braucht es fundiert ausgebildete Einsatzkräfte. Für viele der Teilnehmenden markiert die Grundausbildung Teil 1 in Heiden den Einstieg in ihre Feuerwehrlaufbahn.
Insgesamt nahmen 71 angehende Feuerwehrleute teil, darunter 6 Frauen. Bereits in den ersten Ausbildungstagen wurde deutlich: Hier sind Engagement, Konzentration und körperlicher Einsatz gefordert.

Menschen retten, richtig kommunizieren

Im Feuerwehrdepot machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst mit dem Atemschutzgerät vertraut. Parallel dazu wurde die Kommunikation via Funk trainiert, um Befehle korrekt zu empfangen und weiterzugeben. Auch die standardisierten Einsatzabläufe standen auf dem Programm. Praktisch ging es dann im kantonalen Werkhof zu und her: Die angehenden Feuerwehrkräfte übten die sogenannte Sätteli-Rettung über die Aussenleiter. Eine gehfähige Person gesichert nach unten zu manövrieren, verlangt ordentlich Koordination. Noch anspruchsvoller ist das Retten einer nicht gehfähigen Person: Sie wird auf den Schultern über die Leiter transportiert. Jede Übung ist im Anschluss mit den Instruktoren besprochen und ausgewertet worden.

Brände sicher löschen

Auf dem Kohlplatz stand der Umgang mit Schläuchen, Löschgeräten und verschiedenen Brandarten im Fokus. Die angehenden Einsatzkräfte lernten, wie Fettexplosionen vermieden, Chemikalienbrände bekämpft und die passenden Löschmittel eingesetzt werden. Unter fachkundiger Anleitung setzten sie sich mit den Brandklassen und den entsprechenden Löschmethoden auseinander. Ein weiterer Schwerpunkt war der Löschdienst im Gebäude. Dazu gehören das Vorbereiten und Verlegen von Schläuchen, das Anschliessen an Hydranten sowie das sichere Erschliessen des Gebäudes. Taktisches Denken, Teamarbeit und ein strukturiertes Vorgehen sind dabei unerlässlich.

Für einen höheren Lernerfolg

Nach diesen drei intensiven Tagen hatten die Teilnehmer zahlreiche Theorieeinheiten absolviert, viele Szenarien durchgespielt und praktische Übungen durchgeführt. In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden ist die sechstägige Grundausbildung in zwei Blöcke aufgeteilt. «Diese Ausbildungsform hat sich bewährt: Die Konzentrationsfähigkeit bleibt höher und der Lernerfolg ist grösser», sagt Walter Hasenfratz, Feuerwehrinspektor beider Appenzell. Ausserdem müssten die Teilnehmer dadurch weniger zusammenhängende Arbeitstage kompensieren, was ihren Alltag erleichtere.
Bereits nach dem ersten Ausbildungsteil werden die neuen Feuerwehrangehörigen in ihren jeweiligen Feuerwehren eingesetzt. «Selbstverständlich nicht in vollem Einsatz, sondern ihrem Ausbildungsstand entsprechend», betont Hasenfratz.