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Ausserrhoden ist besonders exponiert gegenüber Zöllen

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Das Konjunktur- und Trendforum der St.Galler Kantonalbank (SGKB) stand im Zeichen der Um- und Einbrüche der regelbasierten Welt.  Sebastian Ramspeck, Internationaler Korrespondent von SRF, ordnete in einem Keynote-Referat die neusten internationalen Entwicklungen ein. Mit Regierungsrat Dölf Biasotto wurden die Verbindungen zwischen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen ausgelotet. Der Ausserrhoder Volkswirtschaftsdirektor appelliert an Selbstvertrauen und Innovation. Er hoffe, die Unternehmen können ihren Mitarbeitern klar machen, wie wichtig für die die «Bilateralen 3» sind.

Exportorientierte Industrie

Auch wenn die US-Importzölle seit den angedrohten 39 Prozent im August 2025 im nationalen Durchschnitt – wenn man die von Zöllen befreite exportstarke Pharmaindustrie einrechnet – auf 5 Prozent gesunken sind, beträgt der Zollsatz im industrieorientierten Ausserrhoden dagegen nach wie vor um die zehn Prozent. Ausserrhoden ist nach Jura, Neuchâtel und Schaffhausen gemessen an der Anzahl Beschäftigten der Kanton mit der grössten Exportabhängigkeit.

2026: kein Champagnerjahr, aber ok

Die SGKB geht zudem davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank eine weitere leichte Frankenaufwertung in Kauf nimmt. 

Für 2026 erwartet die Bank keine Champagnerlaune, aber insgesamt ein passables Jahr. Die Schweiz profitiere von einer starken Binnenwirtschaft, insbesondere von einem starken Konsum. Grosse Impulse aus dem Ausland sind derzeit nicht zu erwarten. Der amerikanischen Wirtschaft gehe es aber nicht schlecht. Die Unternehmen seien zwar vorsichtig, wenn es darum geht, Leute einzustellen. Entlassungen im grossen Stil sehe man indes keine. In Deutschland würden sich die Infrastrukturinvestitionen und der Boom in der Rüstungsindustrie langsam positiv auf Zulieferer auswirken, auch wenn andere Sektoren und allen voran die Automobilindustrie leiden.